Eisenbahn-Liebe

Das Lok-Erlebnis

 

Bei der Steiermarkbahn wird die Eisenbahn-Liebe groß geschrieben. Als ganz besonderes Dampfzug-Highlight heißt es auf der Murtalbahn „Nächster Halt: Kindheitstraum“. Einen Tag lang selbst Lok zu fahren, die Regler, Ventile und die Lokpfeife, gut betreut von erfahrenen Lokomotivführern, zu bedienen, bedeutet sich den Traum vom Lokfahren endlich erfüllen zu können. Zur Erinnerung an diese Fahrt erhält der oder die "LokführerIn für einen Tag" die "Lok-Erlebnis-Urkunde". 

 

Überraschen Sie einen lieben Menschen mit einem besonderen Geschenk – mit einer Dampfzug-Fahrt auf der Murtalbahn. 

 

>> Nächster Halt: Kindheitstraum 

 

Gleisweise Dampfvergnügen

 

Ein außergewöhnliches Erlebnis ist das Premium-Angebot „Gleisweise Dampfvergnügen“, welches das Lok-Erlebnis auf der Strecke Murau – St. Lorenzen – Murau (ca. 45 min.) und zwei Übernachtungen in einem der drei Partner-Hotels (inklusive Frühstück) umfasst. Eine Stadtführung durch Murau ist ebenfalls inkludiert. Eine ideale Geschenkidee für alle Eisenbahn-Fans und solche, die es noch werden wollen.

 

>> Dampflok fahren und Murau erleben 

 

Nähere Informationen:  TUI ReiseCenter Murau

 

Hinweis: Die Teilnahme am Lok-Erlebnis ist ab einem Alter von 15 Jahren möglich.



Der Traum vom Lokfahren

Ein Erlebnisbericht

 

Wer hat als Kind nicht einmal davon geträumt, Lokomotivführer zu werden? Ich träumte davon und mein Traum ging jetzt auf einer Dampflok der Murtalbahn in Erfüllung.

 

Es ist noch recht früh am Morgen, als ich zur Lokremise neben dem Bahnhof Murau gehe. Die Murtalbahn ist das Mekka für Eisenbahnfreunde aus der ganzen Welt. Es gibt nämlich nur wenige Bahnen, auf denen man sich auf einem „Dampfross“ als Lokomotivführer versuchen kann.

 

In besagter Remise wird gerade die U 11 startklar gemacht. Immerhin dauert es rund vier Stunden, bis der Dampfkessel unter genügend hohem Druck steht und die Lok fahrbereit ist.

 

Anleitung vom Profi

Endlich ist es soweit, dass ich mich auf den Führerstand der Dampfmaschine schwingen kann. Lokführer Gerhard erklärt mir kurz die wichtigsten Hebel, Schieber, Ventile und Anzeigen. „Und vergessen Sie nicht, vor den vielen Straßen- und Wegübergängen die Dampfpfeife zu betätigen!“ schärft mir der Triebfahrzeugführer (so wird der Lokführer im Eisenbahnerjargon genannt) ein. „Nun sind sie dran!“ fordert mich der Profi auf. Ich darf dieses brodelnde und feuerspeiende Ungetüm von Murau nach Stadl an der Mur und wieder zurück (natürlich unter seiner fachkundigen Anleitung) pilotieren.

 

Regulatorhebel nach vorne, kurz die Dampfpfeife betätigt, und den Dampfregler aufgemacht – wahrhaftig das „Dampfross“ schnaubt zwar energisch, dennoch gewinnen wir langsam an Fahrt. Nachdem die ersten Wegübergänge und Tunnels hinter uns sind, legen wir ein Schäuflein zu. Und schon bald zuckeln wir mit der Höchstgeschwindigkeit von 35 km/h entlang von Wiesen und durch Felseinschnitte mit herrlichen Ausblicken aufs Murtal dahin.

 

Doch wer das stählerne „Ross“ über die Schmalspurgeleise steuert, hat nur wenig Sinn für die reizvolle Landschaft. Viel zu sehr ist man mit sich und der Dampfmaschine beschäftigt.

 

Der Atem der Lok

Ein erhebendes Gefühl spürt man, wenn eine Steigung zu überwinden ist. Dann geht der Atem der Lok schwerer und man fühlt so recht den Pulsschlag der Dampflokomotive. Erstaunlich, wie die U 11 trotz ihres Alters (Baujahr 1894) noch prompt auf jede Änderung der Dampfzufuhr reagiert. Wen man bedenkt, dass die Technik noch aus Urgroßvaters Tagen stammt, ist man noch faszinierter.

 

Nach einer guten halben Stunde erreichen wir Stadl an der Mur, wo mit Fettpresse und Ölkanne die wichtigsten Teile der Lok abgeschmiert werden. Nachdem wir die Wassertanks noch ein wenig aufgefüllt haben, geht es sozusagen im „Retourgang“ zurück nach Murau.

 

 

Das Einmaleins des Lokfahrens 

Eine Lok zu steuern, ist eigentlich halb so schwer, wie man sich’s anfangs vorstellt. Vor allem dann, wenn man einen so erfahrenen Lokführer wie Gerhard an Bord hat, der hin und wieder den Wasserstand beobachtet. Und daran erinnert, die Dampfpfeife vor den zahlreichen Wegübergängen zu betätigen. Er hat schon vielen das Einmaleins des Lokfahrens beigebracht.

 

Als wir nach rund eineinhalbstündiger Fahrt wieder Murau erreicht haben, kann ich mich kaum vom „Dampfross“ trennen. Obwohl es auf dem staubigen Führerstand des rumpelnden Ungetüms eine mörderische Hitze hat. „50 Grad und mehr sind keine Seltenheit“, bestätigt Gerhard, der mir mir zum Abschied eine Urkunde, übrigens die 7.800ste, zur Erinnerung an diese Fahrt überreicht.