Bahnstrecke - Lokalbahn Mixnitz - St. Erhard

Diese schmalspurige Nebenbahn steht im Eigentum der Lokalbahn Mixnitz - St. Erhard AG (100%ige Tochtergesellschaft der Veitsch-Radex GmbH & Co). Aufgrund eines Betriebsführungsvertrages wird sie von den Steiermärkischen Landesbahnen geführt.

Wagenladungsverkehr

Diese Bahnlinie, die im Bahnhof Mixnitz-Bärenschützklamm an die Südbahn anschließt, dient vor allem der Magnesitbeförderung des Werkes Breitenau der Veitsch-Radex GmbH & Co. In Mixnitz verfügt die Lokalbahn auch über eigene normalspurige Verschubgleise.

Der Personenverkehr wurde bereits 1966 eingestellt. Gleichzeitig wurde die Strecke um 400 m verkürzt und endet seither direkt im Magnesitwerk Breitenau.

  

Betriebstechnische Streckendaten

Eigentümer: Lokalbahn Mixnitz - St. Erhard AG
Betriebsführung: Steiermärkische Landesbahnen
Betriebseröffnung: 12.9.1913
Streckenlänge: 10,380 km
Spurweite: Schmalspur, 760 mm
Größte Neigung: 30 ‰
Kleinster Radius: 60
Anzahl der Weichen: 15
Anzahl der Eisenbahnkreuzungen: 50
Streckenhöchstgeschwindigkeit: 20 km/h
Traktionsart: Elektrisch, Gleichstrombetrieb
0,8 kV
Anzahl der Elektrolokomotiven: 4 (Schmalspur)
Anzahl der Diesellokomotiven: 2 (Normalspur)
Anzahl der Güterwagen 49
Verkehrsumfang: öffentlicher Güterverkehr
   

Triebfahrzeuge

 


 

Lokalbahn Mixnitz - St. Erhard

CHRONIK

19.07.1911 Grundsätzliche Genehmigung des Projektes einer Kleinbahn von Mixnitz in die Breitenau durch das KK Eisenbahnministerium. Proponenten waren Alfred Josef George Lippitt und Allad Yserstitz
26.09.1911 Stationskommission und politische Begehung
02.07.1912 Erteilung der Baubewilligung
11.09.1913 Feierliche Eröffnung der elektrisch betriebenen Lokalbahn Mixnitz - St. Erhard
19.09.1913 Endgültige Konzessionserteilung auf 90 Jahre zum Bau und Betrieb dieser Bahnstrecke an die Bauunternehmung E. Czeczowiczka & Sohn, Wien (Betriebsführung: KK priv. Südbahn)
  Gründung der Aktiengesellschaft Lokalbahn Mixnitz - St. Erhard (heute 100 %iges Tochterunternehmen der Veitsch Radex AG, Wien)
01.01.1924 Übernahme der Betriebsführung durch die Österreichischen Bundesbahnen und ab 01.01.1927 durch die Steiermärkischen Landesbahnen (STLB)
1952 Errichtung einer Quecksilber-Gleichrichteranlage in Baumgartwiese sowie moderner Umladeeinrichtungen in Mixnitz. Darüberhinaus wurden zur Lagerung des Magnesits die für den Bahnhof Mixnitz charakteristischen Rundsilos errichtet
1954 Errichtung einer Waggonkippanlage sowie einer Ölumladeanlage am Bahnhof Mixnitz
1957 - 1964 Errichtung einer Siloanlage bestehend aus acht Rundsilos für je 1.000 t Sintamagnesit am Bahnhof Mixnitz
ab 1957 Modernisierung des Fahrparks durch Ankauf von zwei 4-achsigen Elektrolokomotiven mit der Bezeichnung "E 3" (1957), und "E 4" (1963) sowie der Normalspur-Diesellokomotive VEL 1 (1955) und VHL (1967)
12.08.1958 Durch mehrstündige, wolkenbruchartige Regenfälle werden Gleisanlagen auf einer Länge von rund 7 km der insgesamt 11 km langen Strecke schwer in Mitleidenschaft gezogen.
20.09.1958 Provisorische Betriebsaufnahme mit einer Diesellokomotive. Beim Wiederaufbau der Bahnlinie wurden die Teilstücke vom km 2,4 - 9,8 neu trassiert
07.11.1958 Wiederaufnahme des elektrischen Gleichstrombetriebes
1961 Weitere Modernisierung der Umladeeinrichtungen durch Inbetriebnahme einer Sachverladeanlage
31.07.1966 Auflassung des Personenverkehrs
1970 Inbetriebnahme des neu errichteten Remisen- und Werkstättengebäudes in Mixnitz, da die Bahnhofanlagen in St. Erhard, wo sich bis dahin diese Einrichtungen befunden hatten, für die Erweiterung der Magnesithütte Breitenau benötigt wurde. Gleichzeitig wurde die Strecke um 400 m gekürzt und endet seither direkt im Werksgelände der Veitsch Radex GmbH & Co im km 10,380
1979 Inbetriebnahme einer Betriebsfunkanlage. Seit 1993 abschnittsweise Modernisierung und Erneuerung der Oberbauanlagen
seit 1993 Abschnittsweise Modernisierung und Erneuerung der Oberbauanlagen
13. und 14.09.2003 90-Jahr-Feier mit Sonder-Personenzügen

Auskunft 

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